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24. August 2012 5 24 /08 /August /2012 10:57

Was wirklich zählt!

Wirklich zählt, dass wir verschiedene, sehr engagierte Menschen wie Marina und Johannes und noch viele viele ganz andere sind, jeder für sich etwas Besonderes. Und nur gemeinsam und in unserer Vielfalt sind wir stark.

Was wirklich zählt, das wir an unseren Werten Freiheit, Teilhabe und Transparenz orientiert unbeirrt weiterarbeiten an Programmen und politischen Alternativen.

 

Was nicht wirklich zählt sind „Wahlforscher, die aus dem Sommerloch Stimmungen ablesen," die "sollten mal eine Meinungsumfrage über Meinungsumfragen machen und fortan schweigen.“ Frank Schirrmacher auf Twitter 23.09.12

 

Was nicht wirklich zählt ist „Bester Boulevard-Journalismus“! Es gibt selbsternannte Piraten-Experten, die auf Kosten der Piraten Karriere machen wollen, und sie mal rauf, mal runter schreiben. Das viele Umfragen fragwürdig, oft sogar gekauft und manipuliert sind, ist nichts Neues.

 

Wir arbeiten nicht für fragwürdige Umfragen, sondern um zu verändern oder?

Wir arbeiten nicht dafür, dass wir Piraten uns an die Realpolitik anpassen, sondern diese verändern oder?

 

Ja! Wir Piraten tun es uns im Moment einfach sehr schwer, insbesondere unser gewählten ehrenamtlichen Bundesvorsitzenden, weil wir und vor allem sie nur dann zu wichtigen Themen eine klare und eindeutige Position beziehen dürfen, wenn diese durch 2/3-Mehrheit auf einem Parteitag beschlossen wird. 

Für fragwürdige Umfrageergebnisse sind weder unser BuBernd noch unser Johannes verantwortlich. Anders als bei den anderen Parteien, haben wir keine fast allmächtigen Parteifunktionäre wie Merkel oder in kleinerer Form Gabriel, Trittin oder noch kleiner Rösler, die, allenfalls im kleinen Führungskreis abgestimmt, jederzeit jede mögliche Position beziehen dürfen. Die Basis wird gar nicht erst gefragt oder sogar einfach ignoriert.

Die Piratenpartei wirkt daher im Moment zahnlos, etwas chaotisch und zusammen mit der immer wieder wiederholten, falschen Behauptung, die Piraten hätten kein Programm, leicht als nicht wählbar denunzierbar.

Ich kann nur sagen, wartet unser Ergänzungen des Parteiprogramms im November ab, dann wird das zahnlose Baby Piratenpartei plötzlich kräftige Zähne bekommen. Das Baby bekommt schon Zähne, wie _JennyGer_ das so gut formuliert hat (http://jennyger.blog.de/2012/08/10/das-baby-bekommt-schon-zaehne-14446656/).

 

Was ist wirklich ausschlaggebend für die Piraten und die Bundestagswahl?

 

Wirklich ausschlaggebend ist, dass wir Piraten die richtigen Fragen stellen und zu diesen gemeinsam Antworten zu finden. Gemeinsame Antworten, die wir nicht nur für besser halten als andere, sondern zu denen wir uns auch individuell und gemeinsam in Beziehung setzen können, aus denen wir auch wirklich selbst etwas machen, ihnen eine Bedeutung geben können. Johannes zum Beispiel lebt gerade dieses vor! Auch Bernd tut das auf seine eigen Art, wie auch schon vorher Marina und Sebastian. Es ist ein mühsamer und sehr holpriger Weg am Anfang, aber sehr viel ehrlicher als die allglatten Positionen eines Sigmar Gabriels (wo reden und tatsächliches Handeln siehe HartzIV, Agenda2010, Bankenderegulierung und ESM – wer hat das alles auf den Weg gebracht und dem zugestimmt?- weit auseinander klaffen), als das Schweigen einer Kanzlerin ergänzt durch ihre „So wie versprochen, so gebrochen“-Positionen. Oder wie ernst sind noch Positionen der Grünen Kriegspartei (Kosovo!) zu Krieg und Frieden und zu Waffenexporten zunehmen (wir erinnern uns an den Waffenexportboom unter rot-grün). Sowas wird es mit den Piraten nicht geben.

Wenn überhaupt geben die Alt-Parteien nur noch auf die falschen Fragen Antworten, deren Umzusetzen von zweifelhaftem Wert sind, da sie von den eigentlichen Herausforderungen ablenken!

 

In vielen wir Piraten noch unreif und müssen wachsen, viele Gefahren auch im Innern wie erste kleine Seilschaften, die um Posten und weniger um Inhalte ringen, ja die gibt es möglichwerweise. Natürlich ist die offene Unterstützung von Kandidaten, die man sehr schätzt, im Wettbewerb um die Besten damit nicht gemeint. Das tue ich auch. Was ich ablehne, ist zum Beispiel die Einflussnahme über die Organisation von Parteitagen, wie es bei den Altparteien oft abläuft. Die allermeisten Piraten arbeiten engagiert und selbstlos nach Innen (gegen Ausgrenzung jeglicher Art wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Nazigedanken im Keinzelfall-Projekt) und an Anträgen, Alternativen und Positionen! Wir werden mit dieser Arbeit nach unseren Programmparteitagen vor den Wähler treten und dann werden sich noch die Alt-Parteien wünschen, wir hätten noch unser älteres, kleineres Programm und wir wären weiter zahnlos.

Bis dahin werden uns weder Umfragen, fehlendes Geld noch innere Shitstorms bremsen, die Welt in Richtung Freiheit, Beteiligung und Transparenz zu ändern oder?

 

Pirat Parzival 

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Published by Pirat Parzival
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Kommentare

Ingo Küpper 08/24/2012 11:05

Naja. Bernd macht halt alles falsch. Er ist ein Bundeswehr-Pirat. Einer der Afghanistan gut findet. Einer der den Einsatz im Inneren noch gutheißt. Und einer der gerne mit Merkel koalieren
würde.

Und deshalb ist diese Partei, so lange er Vorsitzender ist, für mich wieder unwählbar. Leider

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  • : Parzival anfangs ein unerfahrener Tollpatsch geht wohlgemut auf die Suche. Sein Motto: Freiheit erreichen wir nicht, in dem wir sie abschaffen. Ein dichtender, denkender, leidenschaftlich engagierter Pirat für eine gerechtere und freiere Welt für alle! Er ist nicht immer perfekt und freut sich daher über wohlmeinende Kritik und Anregungen. Er will sich ja weiter entwickeln.
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