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26. Juni 2014 4 26 /06 /Juni /2014 10:02

 

Die Schmetterlingsphasen eures Lebens.

Stell euch die Phasen eures Lebens als Schmetterlingszyklen vor: Nach einem anstrengenden Raupendasein, in dem ihr vor allem Dinge aufnehmt (den Alltag der jetzigen Politik, die ihr noch verändern wollt), folgt zunächst eine schmerzhafte Verpuppung (zum Beispiel in einer Krise oder einer Zeit des Wandels und der Neuorientierung wie jetzt für Euch) und dann das gelassene neue Leben mit euren neuen Schmetterlingsflügeln (im mutigen neuen Denken, beim Menschen im Alltag auf der Straße und in den Parlamenten).
Solche Schmetterlingszyklen werdet ihr vielleicht noch mehrmals durchmachen in eurem Leben.

Manche denken, das Leben eines Schmetterlings daure nur kurz, verglichen mit dem Leben als gefräßige Raupe. Doch bei vielen Schmetterlingsarten ist es umgekehrt: Nach einer kurzen, aber intensiven Raupenphase folgt nach der Verpuppung ein ausgiebiges Falterleben. Manche Schmetterlingsarten durchqueren wie Zugvögel ganze Kontinente und legen Tausende Kilometer zurück.
Aber längst nicht jede Raupe schafft es zur Verpuppung und zur Entfaltung der bunten Flügel. Das Raupenleben ist ja auf seine Weise höchst angenehm und zufrieden stellend. Es hat seine eigene Dynamik. Ihr kennst sicher Menschen, die euch davor warnen, von Höherem zu träumen. Solche Menschen wollen euch weismachen, dass es zwar Schmetterlinge gibt, dieses andere, freie Leben aber nur für einige wenige Auserwählte gedacht ist. Das das jetzige politische System alternativlos ist.

Betrachten wir nochmals etwas genauer die einzelnen Phasen des Schmetterlingslebens:

1. Von der kleinen zur dicken Raupe:
„Mehr ist immer besser“ könnte man als Motto über die erste Phase schreiben. Es ist die Phase in der wir lernen, aufnehmen und wachsen, in dem alles aber irgendwie auch komplex ist. Der Anfang beginnt niemals einfach.

2. Die fette Raupe:
Die zweite Station ist eine Grenzerfahrung. Ein Stolpern über die eigenen Gedanken: Was wird aus meinem Leben, wenn es immer so weiter geht wie jetzt? War das wirklich alles? Wer als Raupe stirbt, hat sein Lebensziel nicht erreicht. In dieser Phase kann Dein Hunger nach Vereinfachung erwachen. Ein bisschen weniger wäre jetzt ganz gut. Aber wo sollt ihr anfangen?

3. Die Verpuppung:
In der dritten Phase geht es um eure Entscheidungen. Viele Menschen bleiben Raupen, weil sie Angst vor der Veränderung haben. Sie wollen die Komfortzone nicht verlassen. Eine Raupe hat aber nur eine Chance, um Schmetterling zu werden: die große Krise, den kleinen Tod. Das Lebensziel erreicht nur, wer den Weg in die Dunkelheit wagt. Wer loslässt und sich verpuppt.

4. Der sich entfaltende Schmetterling
Vereinfachung ist die Überschrift über das leichte Leben des Schmetterlings. Weniger ist mehr. Er fliegt mit leichtem Gepäck, nimmt flüssige Nahrung zu sich und genießt die Freiheit. Diese Grundeinstellung ließe sich als gesunder Egoismus beschreiben. Ein Film würde hier enden: der Schmetterling fliegt dem Sonnenuntergang entgegen, Abblende. Euer Weg ist hier aber noch nicht zu ende.

5. Der Schmetterling und seine Eier:
Schmetterlinge kommen auf die Welt, um Eier zu legen. Nicht die Raupe legt die Eier, sondern die erwachsenen, entwickelten, durch die großen Krisen gegangenen Tiere, die die Kunst des Fliegens beherrschen. Das ist das große Geheimnis eures Lebens, das es so spannend und unvorhersehbar macht

Beachtet und nutzt dabei die Schmetterlingsregeln:

Immer wenn ihr ein neues Projekt beginnst, wenn ihr einen Traum verwirklichen wollt, wenn ihr in irgendeiner Weise eine neue Phase in eurem Leben startest, dann bereite euch mental nach folgenden Regeln vor:

Aktiv statt passiv
Reagiert nicht, sondern agiert. Formuliert eure Ziele in der Aktivform. Also nicht: „Ich möchte verändern“ sondern; „Ich ziehe in die Parlamente, sorge dort für Transparenz der politischen Entscheidungen und Teilhabe aller“ und „Ich gestalte proaktiv die digitale Zukunft.“

Führt selber die Regie
Werdet der Drehbuchautor und Regisseur eures Lebens, nicht nur politische Schauspieler oder Kleindarsteller. Formuliere eure Ziele in gestaltender Form. Also nicht: „Ich will verändern“, sondern: „Ich finde erst raus, was meine Berufung ist und formuliere dann meine politischen Ziele entsprechend und suche mir den dazu passenden politischen Weg heraus“

Spürt eure Flügel
Glaube daran, das noch unentdeckte Fähigkeiten in euch schlummern (eure Schmetterlingsflügel), die ihr ausbilden und einsetzten könnt. Das Wesentliche kommt nicht von außen auf euch zu, sondern steckt in euch und muss nur geweckt werden. Formuliert eure Ziele als Entwicklung vorhandener Gaben. Also nicht: Ich möchte, das mir jemand mir jemand Entscheidungen treffen beibringt“ sondern: „Ich werde meine Entscheidungsfähigkeit so weit steigern und trainieren, das ich den neuen Herausforderungen gewachsen bin und ohne Fremdsteuerung meistern kann“.

Bezieht eure politischen Partnern, vor allem die NGOs und die Menschen auf der Straße mit ein.
Mach euren Partnern klar, wenn ihr in eine anstrengende Raupen- und Puppenphase kommt und sucht Unterstützung. Mach ihnen aber auch klar, das nach einer anstrengenden Raupen- und Puppenzeit die Schmetterlingsphase kommt: mehr Zufriedenheit, mehr Lebenssinn, mehr politische Gestaltungskraft. Legt den Zeitpunkt fest, zu dem ihr spätestens wieder ein neuer Schmetterling seid und eure Partner aufatmen können. Wenn die Durststrecke länger dauert als vereinbart, darf euer Partner von euch verlangen, dass ihr eure Pläne ändert!


Zahlt den Preis
Die Schmetterlingstechnik lehrt uns auf der einen Seite: Es gibt keinen Lohn ohne vorherige Mühe. Sie lehrt aber auch, dass jede Anstrengung lohnt. Wenn ihr euer ganzes Leben als beschwerliches Raupendasein empfindet, dann machst ihr was falsch. Wenn ihr nur im innerparteilichen Kampf und Streit um Posten und Methoden verharrt, euch nur Tricks, Manipulation und Schlimmeres zum zweifelhaften Erfolg verhilft, dann ist in eurer Entwicklung was schief gegangen. Dann habt ihr euch verirrt als Raupe oder Puppe. Wahrscheinlich bewegst ihr euch dann nicht in Richtung eurer politischen Lebensaufgaben und eurer Berufung. Am Ende jeder Strapaze muss eine positive Gegenleistung stehen.

So bescheiden wie möglich, und so eindringlich wie nötig.

Euer Parzival

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Published by Pirat Parzival
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  • : Parzival anfangs ein unerfahrener Tollpatsch geht wohlgemut auf die Suche. Sein Motto: Freiheit erreichen wir nicht, in dem wir sie abschaffen. Ein dichtender, denkender, leidenschaftlich engagierter Pirat für eine gerechtere und freiere Welt für alle! Er ist nicht immer perfekt und freut sich daher über wohlmeinende Kritik und Anregungen. Er will sich ja weiter entwickeln.
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