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27. Mai 2013 1 27 /05 /Mai /2013 12:33

 

Allen voran die sozial demente? SPD klammert sich an die Lohnarbeit mit der Maximalforderung für Mindestlohn für alle, die (noch) hart arbeiten wollen/dürfen. Sie ist damit auf dem Weg, genauso auszusterben, wie die Lohnarbeiter, denn Roboter und Maschinen werden keine Mitglieder und Wähler der SPD. Die FDP setzt noch eins drauf mit der Subventionierung von Dumpinglöhnen mit ihrem aufstockenden Bürgergeld - die Gewinnmaximierung der Konzerne fest im bezahlten Blick. Alle halten sie an der Lüge/dem Selbstbetrug der Vollbeschäftigung mit Lohnarbeit fest, obwohl die technologische, insbesondere digitale Revolution immer mehr Arbeitsplätze wegrationalisiert.

Wir haben kein Produktionsproblem mehr, sondern nur noch ein Verteilungsproblem des Reichtums und ein Problem der Umweltzerstörung durch Überproduktion und Überkonsum und immaterielle Armut bei der Minderheit der einen und Hunger und materielle Armut bei der Mehrheit der anderen.

Dabei hat die SPD vergessen, dass das Ende der Lohnarbeit mal ein Ziel der Gewerkschaften war (nach Norman Birnbaum „Nach dem Fortschritt. Vorletzte Anmerkungen zum Sozialismus“).

 

Alle, nein – Die Piraten haben sich als einzige vom unerreichbaren Ziel der Vollbeschäftigung befreit! Sie denken über die Zeit nach der Dominanz der Lohnarbeit nach und wie alle Menschen am Reichtum der Welt teilhaben können, ohne Hartz4-Gängelung, Aufstockerlohn, Schuldensklaverei, Armut und Existenzangst oder Hamsterradkarriere auf Kosten des eigenem Lebens. Das existenzsichernde BGE von 1500 €, wie es Susanne Wiest favorisiert, währe die Grundlage dafür, das alle Menschen am Reichtum der Welt teilhaben und sich ohne Zwang frei entwickeln können.

 

Jetzt kommt die SPD: „Wer soll das bezahlen? Die hart Arbeitenden sollen dann die Faulen finanzieren.“ Sie vergisst dabei, das der größte Teil des gesellschaftlichen Reichtums nicht zu Menschen die arbeiten transferiert wird, sondern zu  denen, die ihr Kapital sprich Geld, Machinen, Wissen und/oder andere Menschen für sich arbeiten lassen!

 

Wir haben also ein Verteilungsproblem von Reichtum, nicht von Lohn-Arbeit, die immer überflüssiger wird. Wir haben ein Problem mit dem Wachstumswahn u. -zwang des Kapitalismus. Unter diesem Wahn ist es notwendig, das der Mensch als Konsument über seine notwendige Bedürfnisse hinaus, immer mehr Bedürfnisse entdeckt und selbst die kleinsten Bedürfnisse durch den größtmöglichen Verbrauch befriedigt werden. Denn nur eine immer größere Nachfrage nach Produkten, die von immer weniger Menschen produziert werden, hält den Kapitalismus am Leben in dessen Sucht nach Gewinnmaximierung. Global werden die Produkte in den wohlhabende Regionen möglichst teuer verkauft und den armen Regionen möglichst billig produziert, wie unsere Textilien in den Sweatshops dieser Welt. Gleichzeitig wird die Veralterung der Produkte beschleunigt, ihre Haltbarkeit verringert. Und alle die keine Konsumenten sind, sein können, werden immer mehr ausgegrenzt, ja überflüssig – weil sie nicht mal mehr als Sklaven einen Wert haben.

 

Es geht uns gut. Sagen uns vorallem CDU/CSU und FDP. Wer ist uns? Und was ist mit gut gehen gemeint?

Uns sind wohl alle, die noch vom jetzigen System profitieren, die Kinder reicher Eltern oder die Parteikarrieristen. Also mit Sicherheit die Amigos und Nachwuchs-Amigos der etablierten Parteien, die mitfinanziert vom Steuerzahler und den Lobbygeldern der Konzerne von Niedriglöhnen, Aufstockung, Hartz4-Gängelung oder dem unerbittlichen Kampf, sich im Hamsterrad zu Tode zuarbeiten, verschont werden.

Uns sind nicht die, die schon in der Schule aussortiert wurden, nicht die, die nur unbezahlte Praktikums machen dürfen, oder nur befristete Arbeitsverhältnisse haben, die nur Niedriglohnjobs oder gar keine Jobs mehr bekommen.

 

Und was ist mit gut gehen gemeint. Wir können, so wir denn Geld haben, immer mehr konsumieren. Wir haben materiell gesehen, immer mehr Produkte zur Verfügung.

Dafür zahlen wir einen hohen Preis. Die ständige Zunahme an Umweltzerstörung, Überwachungs- und Polizeistaat, Zentralisierung und Machtkonzentration, Verlust an Freiheit, Vielfalt und Lebensperspektiven, Umverteilung von unten nach oben, Altersarmut, seelische Erkrankungen, Boulevardisierung der Medien, Selbstmorde, Gewalt, Krieg...

 

Wir Piraten haben Visionen und Utopien, aber wir sind nicht dumm oder unrealistisch.

„Nur noch Utopien sind realistisch“ sagt Oskar Negt. Wir können die technologische Entwicklung nicht aufhalten, aber wir können sie bewußt gestalten.

Wir habe die Wahl zwischen einer angeblich alternativlos, in Arm und Reich gespaltenden, rein kapitalistischen Gesellschaft mit Überwachungsstaat auf dem Weg in den Abgrund und einer Gesellschaft der Teilhabe aller in Freiheit. Das BGE ist ein Schritt in diese Richtung. Die Experimente der politischen Teilhabe innerhalb der Piratenpartei weitere. Eine Ausrichtung der Bildung wie Gunther Dueck sie fordert, auf ein Menschenbild, das die meisten Menschen freiwillig arbeiten, weil sich teilhaben und sich entwicklen wollen, ein weiterer. Die Piraten leben eine Kultur des Diaologs, des aktiven selbstbestimmten Mitmachens, des Diskurses und der Experimente als Gegenmodel zu einer passiven, in der Alternativlosigkeit resignierenden Gesellschaft.

 

Piraten sind nicht die besseren Menschen, aber sie wollen eine bessere Welt der Teilhabe aller. Eine solche Welt ist möglich (auch dank der digitalen Revolution), deshalb unterstützt und wählt die Piraten!

 

Pirat Parzival

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Published by Pirat Parzival
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Kommentare

Susan Dein Name:ne Wiest 05/31/2013 07:42

Hallo Susanne, kurze Info: SPD fordert im Wahlprogramm Mindestrente von 850€ und die Linke vom 1050€
Hallo Parzival, Toller Satz: "Piraten kommen aus der Zukunft" Liebe Grüße, Susanne

susanne bischoff 05/27/2013 13:25

Hi
Wir müssen langsam machen denn die gesellschaft ist mit dem BGE momentan noch völlig überfordert.
Deswegen wären der Einstieg schon einmal die Altersarmut zu lösen mit 750 € Sockeltente + Sozialleistunge ein guter Einstieg
Diese Rente soll für alle 100 % Berenteten Menschen gälten.
Das würde den Staat 11 Milliarde € kosten und betrifft 3,2 millionen Menschen.
Die PP sollte das ins Wahlprogramm mit einfließen lassen, da alle anderen Parteien das Thema Altersarmut erst nach der Wahl behandeln wollen.
Wir wären dann die einzigen, die dafür kämpfen würden


Um meine These zu untermauern. Hier habe ich eine sehr schöne, kurze Analyse des deutsch-amerikanischen Psychoanalytikers, Philosophen und Sozialpsychologen Erich Fromm (1900 bis 1980).

Er schreibt: „Der Übergang von einer Psychologie des Mangels zu einer des Überflusses bedeutet einen der wichtigsten Schritte in der menschlichen Entwicklung.
Eine Psychologie des Mangels erzeugt Angst, Neid und Egoismus […] Eine Psychologie des Überflusses erzeugt Initiative, Glaube an das Leben und Solidarität.
Tatsache ist jedoch, dass die meisten Menschen psychologisch immer noch in den ökonomischen Bedingungen des Mangels befangen sind, während die industrialisierte Welt im Begriff ist, in ein neues
Zeitalter des ökonomischen Überflusses einzutreten.
Aber wegen dieser psychologischen ' Phasenverschiebung' sind viele Menschen nicht einmal imstande, neue Ideen wie die eines garantierten Einkommens zu begreifen, denn traditionelle Ideen werden
gewöhnlich von Gefühlen bestimmt, die ihren Ursprung in früheren Gesellschaftsformen haben.“

LG Susanne
@moddestyblaise

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  • : Parzival anfangs ein unerfahrener Tollpatsch geht wohlgemut auf die Suche. Sein Motto: Freiheit erreichen wir nicht, in dem wir sie abschaffen. Ein dichtender, denkender, leidenschaftlich engagierter Pirat für eine gerechtere und freiere Welt für alle! Er ist nicht immer perfekt und freut sich daher über wohlmeinende Kritik und Anregungen. Er will sich ja weiter entwickeln.
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